Verrückt nach Schokolade

 "Neun von zehn lieben Schokolade, der zehnte lügt" - oder hat noch nie wirklich  hochwertige Schokolade probiert. 

Wenn auch Sie Schokolade lieben, dann befinden Sie sich also in bester Gesellschaft.  Ich jedenfalls war schon immer verrückt nach Schokolade. Als Agraringenieurin war ich beruflich auf Plantagen in der Welt unterwegs und habe über die direkt am Stamm wachsende bunten Kakaofrüchte gestaunt. Ich war u.a. für das Bioqualitätsmanagement und für Produktentwicklung verantwortlich, habe die industrielle Schokoladenproduktion gesehen, meine Nase in köstliche Nuss- und Nougatmassen gesteckt und  Ideen für Bio-Kakaoprodukte entwickelt. Für Kunden habe ich über Kakao und Schokolade geschrieben, über Herkunft und Verarbeitungsweisen informiert. Und natürlich war war auch ich konditioniert auf süße, am Gaumen leicht klebrig schmelzende Milchschokolade, die ich dann irgendwann nicht mehr mochte. Zu sehr waren mir die Kakaoaromen von Zucker und Milchpulver überdeckt.

 

Dunkle Schokolade, die ich ausprobierte,  schmeckte mir aber auch nicht, ich empfand sie meist als bitter und irgendwie staubig. Einfach gesagt: Schokolade war mir  nicht mehr gut genug.

 

Als Quereinsteigerin eignete ich mir das notwendige Wissen an, musste die geeigneten Rohstoffe finden, was anfangs recht schwierig war, da es kaum Kakao bestimmter Sorten zu kaufen gab und wenn, dann nur in riesigen Mengen. 

 

Ich wollte rein handgemachte Schokolade aus  möglichst nachhaltig erzeugten Kakaos herstellen. Ich experimentierte mit Rohkakao, verschiedenen Zuckern, Zuckerersatz und  funktionalen Zutaten wie Maca, Lucuma oder Acai-Pulver.  Mein Umfeld fand meine Schokolade  köstlich, wollte mehr und machte mir  Mut mein Label zu entwickeln. Bald kamen zu den anfänglichen Verkostungen meine Schokoladen Workshops und dann  meine Pralinenkurse hinzu. Auch wenn sich Schokolade gelegentlich als launenhafte Diva zeigt und man die Geduld schon mal verlieren kann,  ist es eine wunderbare Arbeit. Jedenfalls habe ich als Schokoladenmacherom  Jahre für mein heutiges Know how gebraucht. Das gebe ich jetzt gerne  an andere in meinen genussvollen Kursen weiter.  



Die Art und Weise der Produktion beeinflusst die Aromen:

 

In meiner Schokoladenküche entstehen kleine Chargen,  handgefertigter, hochwertiger Grand Cru Schokoladen. Man kann die typischen Aromen der jeweiligen Kakaobohnensorte schmecken - Kenner sollen ja sogar wie beim Wein, den Unterschied in den "Jahrgängen" schmecken können.  Als Schokoladenmacherin vertraue ich  meiner sensiblen Nase, meiner Kreativität und meiner Lernfähigkeit. Neben meiner Begeisterung für gute Schokoladen und der Notwendigkeit wirtschaftlicher Überlegungen, will ich meinen Teil  Verantwortung für Mensch und Natur nicht aus den Augen verlieren.

 

  • Der Prozessaufwand ist so gering gehalten wie möglich. Teilweise verarbeite ich direkt die Kakaobohnen. Sie  werden per Hand selektiert, leicht und langsam geröstet, dann  von Schalen gereinigt und  weiter verarbeitet zur Schokoladenmasse und Kuvertüre.
  • Ich stelle hochprozentige Schokolade her, aber auch Milchschokoladenfans, die ein weniger kräftiges  Kakaoaroma bevorzugen, kommen mit  der Creme-Variante auf ihre Kosten. Im Programm habe ich auch feinaromatische "Weisse"  Schokolade  -  sie kommt ohne Milchpulver aus und wird Veganer glücklich stimmen. Inzwischen mache ich einen Kompromiss mit einer dunklen Milchschokolade und verwende weiße Schokolade für besondere poptische Effekte.
  • Mit der sorgfältigen  Auswahl des Kakaos durch meine Partner, mit puren, fein abgestimmten  Zutaten und der liebevollen Verarbeitung per Hand,  erhalten URSA'S SCHOKOLADEN ihren einzigartigen Duft und Geschmack. 

 

Ich werde oft gefragt, was die Bärin und URSA auf meinen Schokoladen zu bedeuten haben.  "URSA" ist das lateinische Wort für "Bärin".  Der Bezug ist mein Vorname "URSULA" , die  "kleine Bärin".